Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Samhain – Den Ahnen zu Ehren

Immer wieder wird zu Samhain gibt es ein Flut an Vorschlägen was und wie Du genau Samhain feiern kannst, sollst, must. Eines wird dabei jedoch leicht vergessen, solange Samhain als Ganzes nicht verstanden wurde, bleibt jedes diesbezügliche Ritual und/oder Event nur eine Ambienteveranstaltung. Aus diesem Grund nachfolgend einige Einblicke was ist und wie es war, verbunden mit der Hoffnung, dass ihr daraus euer eigenes Fest, euer eigenes Ritual gestaltet, so, wie ihr der Jahreszeitlichen Qualität wie auch dem Gedenken der Ahnen gegenüber selbst empfindet.

In der Natur ist die Zeit des Rückzugs, der Auflösung und des Sterbens all jener Anteile in vollem Gange, welche für die kalte und dunkle Jahreszeit nicht benötigt werden, alles in der Natur reduziert sich auf das Wesentliche und Nötigste. Pflanzen, Tiere und Insekten haben ihre Samen ausgebracht, den Fortbestand ihrer Art und von sich selbst gesichert und der Welt eine reiche Ernte beschert, und ziehen sich nun zurück. Die einen, um der kommenden Generation Platz zu machen und durch ihr Vergehen einen gut Start zu ermöglichen. Die anderen, um zur Ruhe zu kommen, sich auf das Minimum zu reduzieren, aus der Ruhe und Starre der Winterexistenz neue Kraft zu sammeln, für das kommende, helle und entwicklungsreiche Jahr. Diese Zeit geht fließend aus der Zeit des größten Überflusses hervor, der Erntezeit, sodaß für alles gesorgt, und alles versorgt werden konnte. Samhain oder Samhuinn liegt auf dem Jahreskreis Beltane genau gegenüber wie zu Beltane auch, sind jetzt die Schleier zwischen den Welten besonders durchlässig. Doch anstelle von lebenslustigen und wachstumsorientierten Wesen und Energien, kommen in diesen Tagen die Ahnen, all jene die vor uns waren, zu Besuch in unsere alltägliche Welt. Doch auch wir Lebenden können zu dieser Zeit sehr leicht in das Reich der Ahnen reisen, mit ihnen ins reine zu kommen, sie um Rat zu fragen, von ihnen lernen, können alte Verträge unterschiedlichster Art lösen, verbliebene Energien frei machen, sie um Unterstützung bitten und so einiges mehr. Als unsere Ahnen noch mehr im Einklang mit der Schöpfung lebten wurden zu Samhain die Tiere, die auf Grund der Vorratssituation nicht über den Winter gebracht werden konnten oder sollen, geschlachtet und ihr Fleisch haltbar bemacht. Mit Samhain endete für unsere Ahnen die eigentliche Erntezeit, mit wenigen Ausnahmen wie Mispel, Schlehe, und andere. Die nun hoffentlich gut gefüllten Lager wurden verschlossen und winterfest gemacht. Alles, was noch auf den Feldern und in der Natur zu finden war oder im Boden ruhte, wurde nun nicht mehr angerührt, es bleibt für die Wildtiere und die feinstofflichen Helfer, die nun auch eine harte Zeit vor sich haben. Nachdem alle Vorräte für den Winter eingebracht wurden, galt es nun die Gerätschaften und Werkzeuge zu säubern und Instand zu setzen, jene für die helle Jahreszeit einzulagern oder winterfest zu machen, sowie jene für die dunkle Zeit nach vorne zu holen, zu überprüfen, zu reparieren oder zu ersetzen. Auf den so wichtigen Herbstmärkten konnten die Überschüsse verkauft und noch benötigtes eingekauft oder eingetauscht werden. Diese Herbstmärkte gehörten für unsere Vorfahren zu den wichtigsten Ereignissen, denn sie sicherten nicht nur das Überstehen der Winterzeit, sondern auch den Start in die nächste Wachstumszeit im kommenden Frühling. Samhain ist also nicht nur das Fest der Ahnen, all jener die vor uns waren, uns den Weg geebnet haben, uns als Kinder unsere ersten Selbstkonzepte übergaben. Es ist auch der Ort, an den wir unweigerlich selbst einmal gelangen werden, jeder zu seiner Zeit. Wir, die wir heute leben, sind die Spitze unserer Ahnenlinien. Wir vereinen alle guten wie auch nicht so guten Entscheidungen und Erfahrungen unserer Vorfahren in uns. Wir vereinen die unterschiedlichsten Epochen der Menschheitsgeschichte in unserem heutigen Sein. Und alle die vor uns waren, verbinden mit unserem Sein die Hoffnung, dass wir aus ihrer Geschichte lernen und bessere Entscheidungen treffen, als sie es konnten. Auf diese Weise werden wir nicht nur bessere Entscheidungen für unser jetziges Leben treffen, sondern auch aktiv eine bessere Zukunft gestalten. Zugleich ist es wichtig uns zu erinnern wie es sich ohne all die Technik und allumfängliche Versorgung lebte, denn wir sind nicht so weit entfernt davon wie wir oft glauben. Mein Name ist Norbert, Sohn von Richard, der Sohn von Adam, der Sohn von Peter, der Sohn von … Der Sohn von Katharina, der Tochter von Eva, … Ich wünsche euch eine gute Zeit :-)

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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