Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Nichts dazu gelernt?

Als Solon von den Athenern gebeten wurde (ca. 575-575 v.d.Z.) in der sich zuspitzenden Staatskriese zu vermitteln, herrschten einige Reiche und Mächtige, über viele verarmte Menschen die sich selbst in die Schuldknechtschaft der Reichen verkaufen mussten, welche wiederum durch den Sklavenverkauf ihren Reichtum mehrten. Es stand kurz vor einem Bürgerkrieg, da die Schere zwischen unermesslich Reichen, die ihren Reichtum unglaublich verschwenderisch und maßlos zur Schau stellten, sowie den unglaublich Armen, kaum weiter auseinanderklaffen konnte und das Gesellschaftssystem massiv destabilisierte.

Maßlosigkeit auf der einen Seite und Verschuldungszwang auf Grund der Ressourcenvereinnahmung durch die Maßlosen auf der anderen Seite, wurden als zentrales Problem erkannt. Per Gesetz verbot Solon die Schuldknechtschaft und kein Athener musste mehr Angst davor haben auf Grund von Zahlungsunfähigkeit in Gefangenschaft und Zwangsarbeit zu geraten. Da er erkannte, dass sich die Reichen ihre Maßlosigkeit nicht freiwillig mäßigen ließen, führte er unter anderem per Gesetzt ein Obergrenze für Landbesitz ein, sowie Maßnahmen zur Stärkung bürgerlicher Rechte. Dies war unter anderem notwendig, da die Reichen durch bezahlte Söldnerschaft ihren Besitz und ihre Ansprüche zu sichern suchten.
Seit Solon sind nun über zweitausendfünfhundert (>2500) Jahre vergangen, doch haben sind unsere heutigen Gesellschaftformen und deren Mechanismen, in dieser Zeit nicht wirklich weiter entwickelt, ganz im Gegenteil. Obgleich vor über zweitausendfünfhundert (>2500) Jahren die Kernprobleme, zu denen zugegebener Maßen noch weiter hinzugekommen sind, erkannt wurden, beanspruchen immer noch einige Reiche und Mächtige die Welt für sich und benutzen nach wie vor Söldner, nur diesmal im globalen Maßstab, um ihre Interessen durchzusetzen.
In einem geschlossenen System wie unserem Planten gibt es kein einseitiges unbegrenztes Wachstum, alles steht im Ausgleich zueinander. Wenn einige unmäßig horten, gleich ob Geld oder Ressourcen, dann fehlt das an anderer Stelle. Jene denen die Ressourcen fehlen müssen sich dann an jene wenden, die sie ihnen entzogen haben, das nennt man einen Teufelskreis. Da jedoch das Gesamtsystem unseres Planten auf Ausgleich basiert, müssen auch alle Systeme innerhalb dessen, auf Ausgleich ausgerichtet sein, sonst funktionieren sie nicht dauerhaft.
Schon Solon hat jedoch erkannt, dass reiche Menschen nicht aus bewusstem eigenem Antrieb an Ausgleich interessiert sind, weshalb er zu Mitteln der Regulation griff. Im Grund ist für alle mehr als genug da, nur nehmen sich einige mehr als andere. Und ja, es muß einen Unterschied geben zwischen Menschen die fleißig sind, und solchen die eher träge und lau sind. Doch sollten diese Unterschiede angemessen und von tatsächlich erbrachter Arbeit abhängig sein. Ich denke keinem der heute Superreichen würde etwas an Lebensqualität fehlen wenn Privatvermögen generell auf beispielsweise 50 Mio. Währungseinheiten limitiert würde. Hingegen würde viele Milliarden für Investitionen, Innovationen und Entwicklung zur Verfügung stehen, und was ebenso wichtig ist, es bliebe den Superreichen nicht so viele Mittel um Unsinn zu machen. Würde weiterhin die Unterdrückung, Geheimhaltung und Verhinderung von Technologien, welche dem Schutz des Planeten und der menschlichen Entwicklung dienen als höchste Verbrechen gegen die Menschheit geächtet, verfolgt und unter Strafe gestellt, könnten wir die letzten 2500 Jahre Stillstand und Verhinderung in wenigen Jahren bis Jahrzehnten wett machen.
All das könnten wir, gäbe es da nicht diese Söldnerschaft in Form von Soldaten, Militär, Polizisten, Richtern, Beamten usw., die sich in der gesamten Geschichte immer den Reichen angedient haben, nie den Menschen, denen sie sich eigentlich verpflichtet haben zu dienen. Schauen wir uns doch um in unserer heutigen Welt, überall schlagen und schießen Polizisten und Soldaten für ihre Herren auf Menschen ein, welche sich nicht mehr von ihrem Herrschaftssystem ausbeuten lassen wollen. Schauen wir uns heutige Regierungen an, dann agieren und handeln diese genauso wie die früheren Feudalsysteme der Könige und Kaiser, nur in größerem Maßstab. Ihre Beweggründe, Macht und Reichtum sind die gleichen, oder kennst Du einen verarmten Politiker der an der Regierung teilhat? In über zweitausendfünfhundert Jahren hat es diese Gruppe von Funktionsträgern nicht geschafft sich zum entscheidenden Zünglein an der Waage zwischen Regierenden/ Administration und Volk zu entwickeln, jene zu seine, die Destabilisierung und Maßlosigkeit der einen wie der anderen Seite verhindert und in Ausgleich bringt. Das ist wirklich schade, denn in einer Übergangszeit, bräuchten wir genau das.
Wenn es in naher Zukunft wieder einmal, wie schon so oft in den letzten zweitausendfünfhundert Jahren, zum Krieg kommt, gleich ob Bürgerkrieg oder Regierungskrieg, dann nur aus zwei Gründen:
1. Es wurde nicht aus der Vergangenheit gelernt
2. Das Vorhandensein der unbelehrbaren und hoheitshörigen Söldnerschaft mit ihrem Gewaltmonopol

Dabei macht die Natur es uns doch so unverkennbar und deutlich vor. Überall strebt sie nach Ausgleich, nach einem wechselseitigen Geben und nehmen das für alle zum Besten ist. Es ist nicht die das sich noch weiter Entfernen des Menschen von der Natur, dass uns weiter bringt, sondern den Einklang wieder mit ihr finden ist es, in dem die Lösungen unserer Probleme liegen. Alles als beseelt anzusehen macht schon einen wesentlichen Unterschied, es zu erleben lässt es zur Realität werden, und uns nie mehr so mit der Natur und ihren Ressourcen oder anderen Menschen umgehen wie vorher.

Ich gehen diesen Weg, gehst Du ihn mit?

Mit herzlichen Grüßen, Norbert

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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