Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Sinn-Fragen und mehr ?!

Sinn-Fragen und mehr ?!

Wer kennt sie nicht, die großen Sinn-Fragen: Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens? Was ist meine Berufung? Ist das alles? Wer/Was macht mich glücklich? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? In den meisten mir bekannten Fällen erwartet der Fragesteller oder Fragestellerin eine tief greifende Antwort und zumindest annähern präzise Anweisungen was nun zu tun ist, auch wenn es die wenigsten zugeben. Die unbewusst Erwartungshaltung will hören: Du bist Heiler ... Du bist Lehrer ... Lerne diese Heilweise und/oder jenes Healing, lerne Reiki, werde Schamane oder Druide, werde Energie- und/oder Lichtarbeiter ... am besten mit Zertifikat ...

Mir ging es früher nicht anders. Auf der Suche nach Antworten, wollte ich von irgend jemandem der schon so viel weiter war als ich, einen konkreten Hinweis mit dem ich etwas anfangen konnte. Besonders auf die ersten drei Fragen erhalten viele Menschen von irgendwelchen "Berufenen" die bedeutungsvolle Antwort: Du bist eine großartige Seele und Deine Aufgabe ist Heilen und Lehren !!! oder so ähnlich. Da wird den Menschen, die mit Recht auf der Suche nach Antworten sind, eine Lektion erteilt, und hoffentlich war der "Tipp" kostenfrei, denn kein Mensch kann einem anderen Menschen sagen was dessen Berufung, Lebenszweck oder Lebenssinn ist, keiner. Wenn man den Menschen wirklich gut kennt und man selbst schon ein gutes Stück dieses Weges selbst zurück gelegt hat, und nur dann, kann ein Hinweis gegeben und auch hilfreich sein. Auf Grund meiner eigenen Erfahrungen verstehe ich den Wunsch genau gesagt zu bekommen was man als nächstes zu tun hat um schnellst möglich ans Ziel zu kommen sehr gut. Doch im Grunde setzt dieser Wunsch an der falschen Stelle an, ist schon viel zu weit vorne auf dem Weg der gegangen werden soll und lenkt dementsprechend vom Wesentlichen ab. Es ist als fängt man beim Hausbau gleich mit dem ersten Stock an, weil Fundament und Keller zu sehr aufhalten und nicht so konkret nach außen hin sichtbar sind, oder weil viele einem gesagt haben, dass Fundamente überbewertet werden ;-), oder selbst keines kennen. Wenn Menschen mit solchen Antworten von "berufener Seite" zu mir kommen, oder gleich direkt mit den Sinnfragen, dann lautet meine Antwort: Werde doch erst einmal Mensch, lerne Dein Selbst kennen und wirklich zu leben, mehr und mehr in Einklang mit der Schöpfung zu kommen. Was ist mein Selbst? Wie funktioniert es? Wie bin ich mit der Schöpfung verbunden? Was ist die Schöpfung überhaupt? Wie komme ich in Einklang mit ihr und mit mir? Das sind die ersten wichtigen Fragen die zu klären sind. Die Grundlage eines spirituell orientierten Weg ist es, sich selbst zu erkennen und den Platz den man im "großen Ganzen" einnimmt und das dazu notwendige Bewusstsein wieder zu erschaffen, es so zu erweitern, dass man sich Selbst und als Teil des Ganzen klar wahrnehmen, ja tatsächlich fühlen kann. Es geht also in erster Linie um die Befreiung und Erweiterung des eigenen individuellen Bewusstseins und dann erst um Rituale, Methoden und Arbeitsweisen, denn ohne ein verändertes Bewusstsein werden sich diese dem Handelnden nie in ihrer ganzen Tiefe erschließen. Damit beginnt man, einen soliden Lebensweg zu immer mehr Einklang mit der Schöpfung, zu beschreiten. Und auf diesem Weg beantworten sich die "großen Sinn-Fragen" plötzlich von ganz alleine, auch ob man heilen oder lehren soll und wenn ja, als Erfahrungszeit oder als Berufung. Geduld ist dabei oft die schwierigste und immer wiederkehrende Herausforderung und nur Vertrauen in diesen Lebensweg ist die zuverlässige Sicherungsleine, die einen nicht abrutschen lässt. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass nur aus diesem Weg heraus sich das ganz persönliche und somit individuelle an Aufgabe, Tätigkeit usw. zeigen kann. Selbststudium, Selbstdisziplin, Vertrauen und Mut, sind zweifelsohne für diesen Lebensweg notwendig, denn Veränderungen werden sich in allen Lebenslagen einstellen und zwar in dem Maße, wie Du Dich selbst erkennst, und Deinen Platz in der Schöpfung. In diesem Sinne, herzliche Grüße, Norbert Paul :-)

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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