Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Jahreskreis Gedöns

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Viel unterwegs bin ich schon immer, zu Workshop´s, Festivals, Erkundungsreisen, Märkten und Festen. Früher oder später kommt, wie könnte es anders sein, immer wieder auch das Thema Jahreskreis zur Sprache. Meist wird mit einem kurzen Abwinken oder weisen Nicken drauf reagiert und mit der lapidaren Aussage kenn ich, machen wir auch. Doch so leicht kommt man da bei mir nicht aus der Nummer raus. Ja, ja, die acht Jahreskreisfeste heißt es dann, alles klar. Nein, nichts ist da klar. Schon wenn ich nach den Terminen frage, kommen Kalendertermine zur Sprache, was hat das bitte mit dem Jahreskreis zu tun. Ganz schlimm ist es wenn Walpurgis als Jahreskreisfest genannt wird. Und die Raunächte, ja die gehören eh nicht zum Jahreskreis, die sind was Eigenes mit den 12 Kalendertagen zwischen Weihnachten und Heiligen Drei Könige.

Spätesten jetzt ist klar, es gibt den echten Jahreskreis, der tatsächlich existiert und uns durch das Jahr führt, zu dem natürlich die „Zeit zwischen den Jahren“ gehört, ja sogar der Schlüssel zu seinem echten Verständnis ist. Und da gibt es auch

die zahlreichen anderen Jahreskreisvorstellungen, die aus einer Mischung von christianisierten pseudo- und neoheidnischen Phantasien, schamanisch/druidischen Wunschvorstellungen und Idealisierungen, irgendwelchen verstümmelten „Traditionen“ und persönlichen Vorlieben zusammengebastelt sind. Allesamt sind weitgehen an Kalenderterminen festgemacht, was ihre Loslösung von den echten natürlichen Prozessen dokumentiert, und unterscheiden sich außer in ihrer Namensgebung kaum voneinander.

Das eine ist das Echte und das andere für mich Gedöns. Versteht mich nicht falsch. Es geht nicht darum, ob ihr die Jahreskreisfeste als möglichst „authentische“ keltische oder germanische Feste, oder als kreative und phantasievolle Feste feiert, oder für euch ganz im Stillen. Ganz im Gegenteil, Kreativität und Phantasie sind mehr als willkommen und geben den Festen Kraft und Energie. Das gilt aus meiner Sicht jedoch erst dann, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt im Jahreskreis stattfinden und die tatsächlichen Aspekte der jeweiligen Hochzeit kreativ und phantasievoll in den Vordergrund stellen und diese feiern. Wenn man das auch nur für sich macht, zum richtigen Zeitpunkt, dann kann man diese Verbindung und Energie durchaus einige Tage halten um sie dann mit anderen Menschen zu teilen und zu feiern. Doch wenn der Termin der Hochzeit vorbei ist, ist er vorbei.

Losgelöst vom echten Geschehen des Jahreskreises, sind diese Jahreskreis-Veranstaltungen mehr oder weniger gut gemachte Ambiente-Feiern, Themenabende mit oder ohne Kostümierung.

Schon mehrfach wurde mir von spirituellen Führern nativer Stammeskulturen gesagt, dass unser Jahreskreis und unser Lebensrad, die beiden wichtigsten Dingen sind, die ich meinen Brüdern und Schwestern zu verstehen geben muß, um ihnen die Möglichkeit zu geben sich mit der Natur wieder zu verbinden. Ihnen genügte ein Blick auf unser Jahreskreis- und Lebensrad-Modell. Doch meine Brüder und Schwestern sehen das in überwiegendem Maße anders, mit wenigen Ausnahmen. Dabei ist wichtig, zu verstehen, dass diese Modelle nur dazu da sind, den Jahreskreis und das Lebensrad mit all ihren Prozessen erst einmal zu erlernen und zu verinnerlichen. Danach kommt ja erst das, um was es im Grunde nur gehen kann, nämlich das, was man verstanden hat, im ewig veränderlichen natürlichen Jahreskreis zu erkennen und umzusetzen. Gleiches gilt für das durchaus sehr dynamische Lebensrad. Erst dann sind wir in der Lage aus dem Rad/Kreis, selbstbestimmt und bewusst eine Aufwärtsspirale zu formen. Das Traurige daran ist, dass ohne dieses tiefe Verständnis dieser beiden Modelle jegliche Handlungen die darauf aufbauen, und das betrifft alle Naturspirituellen, entwurzelt sind und kein echter Einklang mit der Natur/Schöpfung hergestellt wird. Es bleibt in einem eigenen losgelösten Raum eigener oder fremder Vorstellungen, wenn es gut läuft. Wenn es schlecht läuft, stärkt es die Gegner alles Natürlichen, wie die Kirchen, Religionen usw., was am Beispiel Walpurgis deutlich wird.

Schein und Wirklichkeit gehen also auch in diesem Bereich, so wie in unserer Spaßgesellschaft üblich, weit auseinander. Der Schein wird durch leere Eso-Sprüche übertüncht und mit einer ordentlichen Portion Selbstüberlistung, wird etwas Sinnhaftigkeit hinzu phantasiert. Das Echte bleibt wie so oft und der aktuellen Zeitqualität entsprechend auf der Strecke. Sicher spielen auch Fehlinformationen, Teil- und Unwissen, aber auch Ignoranz und das eigene Ego-Dünkel dabei eine Rolle. Es ist ja nicht zu übersehen, dass die große Mehrheit an zur Verfügung stehender Literatur, eben diese losgelösten Wunsch- und Phantasievorstellungen, wie auch sogenannte verchristlichten Traditionen behandelt und forciert. Doch soll und kann das keine dauerhafte Entschuldigung sein.

Dabei gibt es nichts Magischeres als das Echte, Ehrliche, Authentische, im Einklang befindliche, dass, welches man sich erarbeiten, um das man sich bemühen muß, und dafür mit echter Magie belohnt wird. Man hat sie dann immer mehr und zu jeder Zeit um sich, auch im stressigsten Alltag, und genau das ist all die Mühen wert. Dass, ihr wisst schon was, ist damit nicht zu vergleichen und nur ein vergängliches Erlebnis. Manchmal werde ich dann gefragt, was denn mit den bisherigen gewohnten Feiern ist. Ganz einfach, wenn sie euch als gesellschaftlicher Anlass wichtig sind, feiert doch beide, macht jedoch den Unterschied deutlich, dann habt ihr nicht nur 8, sondern 16 Feiern im Jahr, auf die ihr euch freuen könnt ;-)


Nur das Echte zählt,
lebt es wild und frei,
in Liebe und Achtsamkeit,
und lernt es zu Behaupten.

Euer NorBert

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Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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