Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Spiritueller Imperialismus

Der materielle und religiöse Imperialismus, der im 18. und 19. Jahrhundert von Europa ausging und dann, seit dem Ersten Weltkrieg deutlich verstärkt von den USA in die Welt getragen wird, hat über Jahrhundert die menschlichen und natürlichen Ressourcen der Völker der „Restwelt“ ausgebeutet. Seit nicht wenigen Jahren erleben wir einen, wieder von den Industrienationen ausgehenden und rapide zunehmenden spirituellen Imperialismus über die Welt ziehen. Ebenso wie die vorherigen materiell und religiös motivierten imperialistischen Raubzüge es taten, werden jetzt eben die spirituellen „Ressourcen“ der nicht industriellen Völker ausgebeutet. Dabei wird ebenso radikal und  konsequent vorgegangen wie die früher. Massenhaft strömen selbsternannte Heilsbringer und Rollenspieler in ferne Länder und rauben deren heilige Rieten und Rituale und alles, was gebraucht wird, um diese hier bei uns in den Industrienationen nachzumachen.

Dabei gehen die echten Botschafter, die echten Regenbogenmenschen, also jene, deren Berufung es schon immer war den notwendigen Austausch und Transfer zwischen den Kulturen aufrecht zu erhalten, auf beiden Seiten völlig unter. Die echten Menschen ziehen sich zurück und werden von den spirituellen Imperialisten auf der einen Seite und geschäftstüchtigen Gauklern auf der anderen Seite überrollt. Es entsteht auf einer eigenen Ebene eine gegenseitige Mißbrauchsbeziehung, die nichts mit den wahren Werten und Traditionen zu tun hat.
Doch nicht nur das. Vor Ort werden durch die spirituellen Imperialisten einerseits und den sie bedienenenden lokalen Verräter der eigenen Kultur, die Ressourcen, welche zur Aufrechterhaltung der lokalen Bräuche benötigt werden, derart ausgebeutet, dass es den lokalen Kulturen immer schwerer fällt, ihre ureigenen Bräuche und Rituale am Leben zu erhalten. Diese unglaubliche Arroganz und egogetriebene Überheblichkeit einer „esoterischen Elite“ unterscheidet sich debei in nichts von den alten religiösen, priesterlichen und zu tiefst destruktiven Religionen und ihren Machtkämpfen. So gesehen fällt es sehr leicht, der Vermutung zuzustimmen, dass ein amerikanischer Geheimdienst die Esoterik-Szene erfunden und aufgebaut hat, das würde ihrem üblichen destruktiven Zielsetzung und Handlungsweise entsprechen.

Dabei gibt es hier, vor unserer eigenen Haustür so viel an naturspieituellem Wissen zu entdecken. Dort wo es Lücken gibt, können die spirituellen Handlungsweisen fremder Kulturen durchaus eine Inspiration sein. Durch ihre Anregung kann das hier Fehlende manchmal wieder hergestellt werden, und zwar in zeitgemäßem und regionalen Kontext. Doch ist es für weniger bewusste Menschen immer einfacher, sich mit Anderen und Fremdem zu beschäftigen als mit sich selbst, denn das ist gerade am Beginn eine spirituellen Weges nur selten angenehm.
Das mag wohl auch der Grund dafür sein, dass es die letzten 2000 Jahre kaum menschliche und spirituelle Entwicklung gab, sondern in erster Linie Technische und Systemische, die uns immer weiter von der Schöpfung als Ganzes entfernten, die das mechanistische Weltbild und die Ausbeutung ohne Reue entstehen ließ.

Die Schöpfung braucht allerdings weder Religion noch Gläubige und schon gar keine ausbeuterischen Heuchler. Sie freut sich aber  Dich, wenn Du Deinen Schöpfungsauftrag, ganz Mensch zu werden, annimmst, wenn Du beginnst zu Verstehen und immer bewusster der Mensch wirst, dessen Potential schon in Dir steckt.

Doch letztlich ist auch das nur ein Lernfeld, und ob wir die Lernaufgabe annehmen oder nicht, entscheidet das lediglich darüber, wie oft wir diese Themen noch vorgesetzt bekommen, oder ob wir uns nach all den Jahrhunderten menschlich spiritueller Stagnation, nun mal wieder dahingehend entwickeln werden. Alleine die Art und Weise wie wir mit unserem Planeten und allem Leben umgehen zeigt mir deutlich, dass wir noch nicht ganz Mensch sind, sondern immer noch am Anfang unseres Menschwerdungsprozesses stehen, die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger.

In diesem Sinne und herzlichem Gruß, NorBert

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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