Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Altes Wissen, Ur-Wissen, ...

Mit den beiden Etiketten kann heute beinahe alles verkauft werden. Diese Begriffe erzeugt entweder Ablehnung, oder bringen ein bedeutungsvolles OHHHH und/oder UHHHH und JAAA hervor. Viele dieser Menschen nicken dazu vielsagend, mit einem geheimnisvollen Gesichtsausdruck und leicht zusammengekniffenen Augen, als würden sie in uralte Zivilisationen zurückblicken. Dabei merkt niemand, dass es keine Zeit gab darüber nachzudenken, zu hinterfragen oder zu reflektieren. Aber da muß es ja etwas gegeben haben, etwas das besser war als das, was wir heute haben, da sind sich alle sicher. Jegliche Formen von Ritualen und Ambienteerlebnissen gehen, mit diesen Etiketten versehen, weg wie warme Semmeln. Wichtig sind nur, der richtige Aufkleber und ein möglichst beeindruckend „urtümliches“ Erlebnis.

Sehr beliebt sind auch Angebote mit uralten Heilweisen, Weisheitslehren und geheimnisvollen Wegen zur Erleuchtung. Boaahhh, der Hammer, altes Wissen, Ur-Weisheiten, geeenauuuuu! Das muß es sein!!!

O.K., das ist jetzt ein ganz klein wenig überzogen dargestellt, aber nicht weit von der Realität entfernt. Der Mensch ist eben ein fühlendes Wesen das, wenn es Glück hat, auch denken kann.

Da frage ich mich doch glatt, sind wir in der Zeit zwischen diesem uralten Wissen und dem Heute dümmer geworden?

Das kann schon gut sein, zumindest haben wir viel schöpfungskonformes Wissen vergessen, verloren, wurde unterdrückt und vernichtet und war uns auch all zu lange egal. Begegnen wir heute echtem alten Wissen das wir uns intensiv erarbeitet haben, dann ist es doch immer nur eine Ahnung dessen, was es in seinem alten lebendigen Kontext tatsächlich darstellte. Wir können diesen Kontext heute nicht wieder herstellen, das kann keiner! Wir können Dinge finden, Sachen wie Löffel, Schwerter, usw., aber wir sind nur aus unserem heutigen Verständnis heraus in der Lage sie zu deuten, das Ergebnis ist bestenfalls unvollständig.

Und wenn es gelingt, sich altem Wissen zu nähern, stellt sich immer die Frage, was hat es für mich heute zu bedeuten? Ist es für mich heute überhaupt von Belang? Wir leben in einem anderen Kontext als die Menschen früher, auch wenn wir in Bezug zur restlichen Gesellschaft alternative Wege gehen. Die Bedeutung von allem Vergangenen ist es, wenn man es verstanden hat, aus und von ihr zu lernen, um jetzt bessere Entscheidungen zu treffen. Ist das, worauf wir gestoßen sind für uns heute stimmig und wichtig, und nur dann gilt es und macht Sinn, einen Weg zu finden die Essenz dieses Wissens  zeitgemäß wieder ins Wirken zu bringen. Somit ist das Alte immer ein Ausgangspunkt für unseren weiteren Weg, eine Grundlage, auf der wir aufbauen und den nächsten Schritt gehen können. Es kann nie darum gehen, etwas Vergangenes nachzumachen, denn es wird immer unvollständig, entwurzelt und damit nur ein Schauspiel sein. Wir sollten unseren eigenen zeitgemäßen Umgang dem finden was wir für Heute als wertvoll erachten, damit es seine Kraft, Energie und Wirkung schöpfungskonform entfalten kann. Dazu fließt jedoch immer auch neues Wissen mit dem Alten zusammen und formt so das vollständige und aktuelle Bild.

Es ist Berufung und Lebensweg sich damit auseinanderzusetzen, nicht mehr und nicht weniger. Es ist immer auch der eigene Entwicklungsweg damit verbunden, der das Maß der Erkenntnis und Einsicht vorgibt. Mal eben so, ist nicht, auch nicht mal schnell ganz intuitiv, ohne zu lernen, umzusetzen, Erfahrungen zu sammeln, zu reflektieren, verwerfen, neu beginnen und und und. Nur weil einer eine Triskele an eine indianische Schwitzhütte hängt wird daraus keine keltische Schwitzhütte, es wird nicht mal mehr das, sondern nur eine Ambienteaktion.

Denkt mal darüber nach ;-)

Nur das Echte zählt,
lebt es wild und frei,
in Liebe und Achtsamkeit.

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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