Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Glaube, Religion, Kirche, Magie

In einer Rede von Phillip Möller fiel der Satz: Wer leichter glaubt, wird schwerer klug. Glauben ist eben nicht wissen, sondern einfach nur eine bloße Behauptung. Nur weil diese nun nicht widerlegt, aber auch nicht bewiesen werden kann, wird daraus noch lange keine Wahrheit. Wer glaubt, macht es sich einfach nur leicht, indem er das selbstständige Denken und selbstbestimmte Entscheiden, für den Glauben aufgibt. Der Gläubige entscheidet, dass die weder beweisbaren noch widerlegbaren Behauptungen, nun seine Wahrheit sind. Der geniale und hocheffiziente und extrem leistungsfähige Neokortex des Menschen entwickelt daraus nun ein mit der Zeit immer komplexeres Weltbild, dass dem Gläubigen bald realer erscheint als die Realität. Dabei ist es letztendlich gleich, ob man an die Götter und Heiligen, die Reliquien (Leichenteile) und Ikonen der sogenannten Religionen, wie auch der alternativen Ideologien glaubt. Da kann man auch an die Zahnfee oder den heiligen Wackeldackel auf der Hutablage des Autos glauben, das ist da Gleiche.

Unser individueller ureigener Virtual-Reality-Hochleistungsrechner namens Neokortex bastelt da schon etwas draus, dass wir, wenn auch begrenzt,  argumentieren können. Was unser leistungsfähiger Zentralrechner auch noch fertig bringt, ist es den Gläubigen gegen Angriffe, Kritik und anderslautende Argumente zu immunisieren. Das haben sicher schon einige von euch gemerkt, gerade eben oder kurz vor diesem Satz.
Doch es ist in Ordnung, Du kannst glauben, an was Du willst, solange Du das für Dich tust und keinen anderen Menschen damit belästigst oder gar glaubst missionieren zu müssen.

Da wir also an alles glauben können, was wir uns vorstellen können, haben sich so viele individuelle Glaubensvorstellungen entwickelt, von denen sich manche zu Religionen gemausert haben. Jene Gläubige, die zu faul, zu ideenlos und frei von eigener Kreativität durch das Leben laufen, lassen das andere für sich erledigen und nehmen einfach deren Behauptungen an. So entstanden die Religionen, also wirklich alle Religionen auch die heidnischen. Sie institutionalisierten die Behauptungen und bauten sie zu komplexen Geschichten aus, die wiederum zur Kernkompetenz ihres Geschäftskonzeptes und Machtanspruches wurden. Da es also keine echten Inhalte, sondern nur Behauptungen gibt, war und ist es umso wichtiger andere Religionsunternehmen zu bekämpfen, doch noch mehr, jegliche Form von Kritik und Hinterfragung.
Gehen wir nun von der wissenschaftlichen Feststellung aus, dass der individuelle Mensch, auch und ganz besonders die hochintelligenten, in der Masse ihre individuelle Intelligenz verlieren, weiter, dass Intelligenz nichts damit zu tun hat ob man gute oder schlechte Entscheidungen trifft, erkennen wir plötzlich weshalb Religionen so viel Unheil in diese Welt bringen konnten.
Es sind nicht nur hunderte von Millionen Menschen die über die Jahrhunderte den Religionskriegen und Verfolgungen überall auf der Welt zum Opfer vielen. Denken wir nur an die Inquisition und die Hexenverfolgung in Europa, die deren zutiefst destruktiven Charakter offenbaren. Alle heutigen modernen Menschenrechte und gesellschaftlichen Entwicklungen hin zu mehr Gleichheit, zu Rechten und Pflichten für alle, wurden teils mit großen Opfern und mit langem Atem gegen die Religionen, Sekten und Kirchen errungen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, sie verstecken es nur besser und gehen geschickter vor, agieren subtiler. Wir brauchen da nur an die zahlreichen Missbrauchsfälle von Kindern durch Priester zu denken, und wie die Kirchen damit umgehen. Doch auch die Art und Weise, wie Gläubige sich vor und hinter dem an Missbrauch an zahlreichen Kindern überführte Priester stellen, sie nicht nur verteidigen, sonder auch noch wütende auf die Opfer und Ankläger sind, zeigt wie tief und menschenverachtend die religiöse Indoktrination geht, und wie weit verbreitet sie noch ist. Opfern gläubige Großeltern und Eltern ihre Kinder ihren Hirten, wie Geistliche sich zu gerne nennen? Gerade der Missbrauch in den kirchlichen Institutionen hat eine Jahrhunderte lange Tradition und betrifft nicht nur einige wenige, sondern Tausende. Wie so oft zeigt sich eben auch hier, dass nur weil es Tradition ist, es nicht zwingend auch etwas Gutes sein muß.

Alle Religionen, Sekten und sonstige nicht belegbare, auf reinen Behauptungen basierenden Ideologien haben bisher nur eines erreicht, sie haben uns von unserem Menschwerdungsprozess abgehalten, von der Entwicklung und Entfaltung unserer menschlichen Potentiale. Aus meiner Sicht ist es ganz klar, ohne Religionen, Sekten und anderen unbelegbaren wie auch nicht widerlegbaren Ideologien wäre die Welt deutlich besser dran, doch auf dieser Welt menschelt es eben.

Und ja, es gibt eine Lösung, es gibt andere Wege, nämlich lernen, was es heißt, ganz Mensch zu sein und sich auf den Weg dahin machen. Dieser Weg beginnt mit dem Aufbauen von Wissen, Kenntnissen und Fähigkeiten. Puhhh, das hört sich ja anstrengend und nach Arbeit an. Ja, genau das ist es auch, doch es ist der Weg der Bewusstwerdung und der Menschwerdung im Sinne unseres Potentials, welches die Schöpfung uns zu entwickeln mit auf den Weg gegeben hat. Wissenschaft, Philosophie und Kunst, die drei Säulen der Humanistik, scheinen dem zu entsprechen, doch auch dort finden wir Glaubensstrukturen und Ideologien die ihre Anhänger/Gläubige haben. Die Arbeit bleibt also wirklich bei uns selbst. Doch das Universum ist Struktur und Ordnung und diese sind in allen in diesem Universum wieder zu finden. Man kann anhand dieser sehr wohl verstehen lernen, was es heißt, ganz Mensch zu sein, auch wie wir als Menschen in das große Ganze hineinpassen, wo nicht nur unser Platz ist, sondern auch unsere Aufgabe in der jeweils aktuellen Inkarnation. Auf diesem Weg zeigt sich dann auch die echte Magie der Schöpfung, das endlose Staunen über ihre Schönheit, ihre Klarheit, ihre bedingungslose Liebe zu allem. Wir brauchen keine auf leeren Behauptungen basierenden Glaubensstrukturen, nur die Schöpfung.

Wer geht mit?

Nur das Echte zählt,
lebt es wild und frei,
in Liebe und Achtsamkeit.

Euer Norbert

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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