Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Jul - Wintersonnenwende

Am Freitag den 21.12. – 23:22Uhr ist die diesjährige Wintersonnenwende, die wir mit dem Jul-Fest feiern. Doch was feiern wir hier genau?
 
Die Wintersonnenwende ist das Ende des absteigenden Sonnenweges und der Beginn des aufsteigenden Sonnenweges durch das Sonnenjahr. Gerne bezeichnen wir sie auch als den Tod und die Wiedergeburt des Lichtes. Zu diesem Zeitpunkt haben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. Jul steht der Sommersonnenwende direkt gegenüber, weshalb man die eine nicht ohne die andere wirklich verstehen kann. Es ist die Zeit der geringsten Sonnenenergie, dass heißt auch, wir stehen in dieser Zeit unter dem im ganzen Jahreskreis geringsten Einfluß der Sonnenenergie, was den Mondenergien mehr Raum gibt.
Doch zu diesem bemerkenswerten Termin geschieht noch mehr. Je nachdem wie der Schwarz- oder Neumond zur Wintersonnenwende steht, beginnen oder enden mit ihr die Raunächte. Das wiederum heißt, dass auch der Jahreskreis zur Wintersonnenwende entweder endet oder neu beginnt. Doch damit nicht genug, mit der Wintersonnenwende beginnt auch der Bärenwinter für uns Menschen, das heißt, die Zeit der Einkehr, der Innenschau, der Ruhe und Erholung, des Kräfte sammelns, der tiefen Entspannung und des Relaxens, des ganz tief durchatmens und loslassens aller Anspannung, Erwartung und sonstigen Anforderungen. Lange Spatziergänge, Besuch von Saunalandschaften, Meditation, Bewusstseinsreisen, eine entspannte Zeit mit Freunden und Ähnliches ist angesagt. Gernau dafür sind die langen Nächte und kurzen Tage da, und wer sie nicht nutzt, wird dieses Erholen und Krafttanken im Laufe des Jahreskreises nicht mehr aufholen können.
 
Im Kalenderjahr 2018 liegen die Rauhnächte vor der Wintersonnenwende und enden mit ihr. Wir feiern also nicht nur den Tod und die Wiedergeburt des Lichtes, sondern auch das Ende der Raunächte und den Neubeginn des neuen Jahreskreises, mit dem auch die Zeit der Einkehr, des Bärenwinter beginnt. Es sind also vier Ereignisse, die in diesem Jahr zu Jul zusammenkommen und eine wundervolle Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen.
 
Allerdings sollte man beim Gestalten des Rituals oder der Feier auf die Energien und Aspekte dieser vier Ereignisse eingehen, damit es Sinn macht und wirklich kraftvoll wird. Aus meiner Sicht sollte man beispielsweise das Feuerelement nicht so sehr betonnen, es ist der Tod und die Wiedergeburt des Lichtes, nicht dessen Höhepunkt. Ein kleines Licht, eine einzige Kerze, das stimmt für mich mit dem vorherrschenden Zustand der Sonnenergie überein, aber kein Lagerfeuer oder ähnliches. Zudem stehen wir kurz vor dem Vollmond, mit dessen aufsteigender Mondenergie wir in den Raunächten so vortrefflich arbeiten konnten. Wasser würde da ganz gut passen. Aspekte, welche den Beginn der besinnlichen und beschaulichen Zeit der Einkehr betonnen, könnten auch ihren Platz haben, wie auch etwas, daß das Leben zart und achtsam feiert. Aspekte des Erdelements sind hierfür passend.
 
Es gibt also eine Reihe realer Ereignisse, auf die ihr bei der Gestaltung eurer Jul-Feier eingehen könnt. Es ist nicht notwendig Wunsch- und/oder Phantasiekonzepte, naturentfremdete Traditionen und/oder ideologische Vorgaben zu feiern. Sie reduzieren diese so besonderen Zeit auf eine Ambienteveranstaltung, und dafür ist auch jeder andere Tag gut genug.
 
Vergessen sollten wir auch nicht, dass wir es uns heute aussuchen können ob wir auf diese natürlichen Ereignisse eingehen wollen oder nicht. Unsere Vorfahren hatten diese Wahl nicht. Bis zur Wintersonnenwende musste alles getan sein um den Winter zu überstehen und für das Frühjahr die Aussaat zu sichern: Die zu fütternden Münder mussten auf die richtige Zahl gebracht, die Vorräte haltbar gemacht und richtig gelagert sein. Die Gerätschaften und Werkzeuge der hellen Jahreszeit mussten verstaut und jene die für den Winter benötigt werden hervorgeholt, repariert und instand gesetzt sein. Draußen gab es nun nichts mehr zu tun und Reisen war auch nicht mehr so einfach. Was bisher nicht geschafft wurde, konnte nun nicht mehr nachgeholt werden.
 
Das sollten wir immer im Hinterkopf behalten, wenn wir einmal zu leichtfertig mit diesen Ereignissen umgehen, denn es trennt uns nicht wirklich viel davon, wieder damit zurechtkommen zu müssen ;-)
 
Nur das Echte zählt,
lebt es wild und frei,
in Liebe und Achtsamkeit.
 
Wünsche euch eine besinnliche Zeit, euer Norbert
 
PS.: Es gibt weit mehr am Jahreskreis zu verstehen als die acht Feste ;-)

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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