Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

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Leere, sie ist der dunkle Spiegel des Erfüllseins

Große Worte mal wieder, ja, denn wenn man sie verstanden hat, bringen sie viel Wissen, Erkenntnis und Erfahrung auf den sprichwörtlichen Punkt.

Was bedeutet Leere, werden sich einige nun fragen, andere hingegen haben dazu schon ein Bild im Kopf und viele davon ein jeweils eigenes. Doch Leere ist nicht interpretierbar, da ist einfach nichts. Sie ist das reine Vakuum, da ist gar nichts, auch nichts das irgendetwas leiten kann, wie beispielsweise Energie. Selbst wenn da nur wenig ist. Ist da nicht mehr nichts. Die Atmosphäre, gleich wie dünn sie ist, ist sie nicht nichts, sondern Atmosphäre. Zwischen Leere und Fülle besteht ein Gefälle, von der Fülle ins Nichts. Man kann dies mit dem Unterdruck in einer Vakuumglocke vergleichen. Der Unterdruck verlangt stets nach Fülle und der kleinste Riss, das kleinste Loch in der Vakuumkugel und sie zieht Atmosphäre in sich hinein, bis der Druckausgleich hergestellt ist. Während die Fülle sich selbst genügt und ihren Weg geht, hat die Leere immer das Verlangen etwas aufzunehmen, um nicht mehr leer zu sein.

Alle destruktiven Attribute von uns Menschen, wie Gier, Machthunger, Dominanz, Sadismus, Masochismus, Ehrgeiz, Neid, Hass, Habsucht, Soziopathie, und vieles mehrt, haben ihren Ursprung in der inneren Leere des jeweiligen Menschen. Diese Leere ist eine mächtige Kraft, die unermüdlich antreibt und absolute Disziplin verlangt, die durchhalten lässt, auch wenn es schwierig und sogar schmerzhaft wird, ja auch wenn es die eigenen Existenz kostet.
Das ist etwas, dass ein erfüllter Mensch nicht kennt, dieses unermüdliche Streben nach Fülle, das sich selbst verbiegen um das Ziel zu erreichen, ist ihm unbekannt. Sein Antrieb kommt aus seinem Tun heraus, dass ihn erfüllt und in Gelassenheit zum nächsten Schritt oder der nächsten Stufe führt.
Aus diesem Grund sind es früher oder später die Menschen, die ihren dunklen Spiegeln unterliegen, die an wichtigen und entscheidenden Positionen sitzen, die Macht ausüben und andere dominieren, denn sie ordnen diesem Ziel alles unter. Der Preis den sie dafür zahlen missen ist ihnen egal, denn die Leere will gefüllt werden, auch wenn es auf diese Weise nie gelingen wird.

Und ja, es ist oft schwierig, zwischen dem hellen und dem dunklen Spiegel zu unterscheiden. Neugier ist ein durchaus heller Spiegel, dessen dunkle Seite die unstete Suche ist. Sie sind die zwei Seiten der einen Münze. Stößt Neugier auf etwas, dass sie anzieht, wird sie sich damit beschäftigen und das erlernte umsetzen, damit arbeiten (so lange es stimmig ist) und es zum Eigenen machen und damit seine schon vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern. Das Erlernte ist dann nicht mehr das Original, sondern was anderes, was Eigenes.
Die unstete Suche hingegen ist getrieben etwas zu finden das sie erfüllt, denn es ist die Leere in ihr, die nach etwas verlangt. Sie wird sich auf dieser steten und stets unbefriedigt bleibenden Suche, mal für das interessieren und etwas davon übernehmen, mal für das interessieren und etwas davon übernehmen und das immer so weiter. Doch alles was sie übernimmt, bleibt meist original, immer fremd, wird nie seins. Die unstete Suche wird einen Setzkasten von Dingen, Wissen und Handlungsweisen füllen, wird eifrig damit hantieren und so tun als währe es wichtig und großartig und von edler Herkunft.

Die Welt ist voll von Menschen, die solche Setzkästen gefüllt mit Titeln, Methoden, Konzepten, Arbeitsweisen, Handlungen und Dingen füllen, sie vor sich hertragen und anderen anbieten. Jede Behandlung, jeder Verkauf, jede Handlung dient dazu, die eigene Leere zu füllen.
Ein Jeder der seinen Weg als Mensch und nicht als Funktionseinheit irgendeiner fremdbestimmenden Ordnung geht, strebt weder nach Macht oder Dominanz, wird sich nicht selbst irgendwelche Titel anheften nur um etwas zu scheinen, oder einem der anderen folgen.

Dennoch wird es immer Menschen geben die vorangehen werden, wird es immer gewisse Strukturen geben, an denen man sich orientieren kann. Es ist ganz normal und natürlich, dass nicht alle Menschen auf dem gleichen Entwicklungsstand sind, was keine Wertung ist, denn jeder hat seinen eigenen Weg und das ist gut so. Dadurch ergeben sich jedoch natürliche Strukturen, in denen jeder seine spezifischen Fähigkeiten hat und in seiner Sache gut oder sogar der/die Beste ist. Gesellschaften funktionieren nun mal durch Strukturen und Ordnung.
Die Frage ist doch, sind diese Strukturen und Regeln schöpfungskonform oder schöpfungswidrig? Dienen sie allen oder einigen wenigen? Führen wirklich die in der Sache jeweils besten Menschen?
Je schöpfungskonformer die gesellschaftlichen Strukturen gewachsen sind, umso häufiger wird für wichtige Aufgaben welche die Gesellschaft betreffen, nach den Fähigsten gesucht werden. Das sind in der Regel jedoch nicht diejenigen, die nach solchen Positionen streben, sich dafür bewerben, darum bemühen und daran festhalten, alles tun um sie zu bekommen, das sind eher die Leeren.
Es sind die Reiferen, jene die schon ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen und eher in Ruhe ihren Weg gehen wollen, ohne anderen dabei zu schaden. Es sind jene, die ihre Berufung gefunden haben und sie leben, die nichts von anderen für sich wollen, die auf ihre Weise etwas geleistet haben, die schon Krisen gemeistert und Erfolge errungen haben, die Verantwortung übernommen und selbstbestimmt entschieden haben, die bei alle dem, sie selbst geblieben sind. Woher soll jemand, in dessen Leben scheinbar alles glatt gelaufen ist, Krisen- und Lösungskompetenz, oder auch Empathie herhaben, denn auch das muß erlernt und geübt werden.

Doch da gibt es gleich drei Probleme. Erstens, solche Menschen wollen in der Regel solche öffentliche Aufmerksamkeit nicht. Zweitens, die Leeren werden an ihren Positionen festhalten und sie verteidigen. Und drittens, die Mehrheit der Menschen versteht diese Sichtweise noch nicht.
Es gibt also für alle viel zu lernen. Die reifen und erfahrenen Menschen müssen sich für die Gesellschaft, von der sie sich oft aus Enttäuschung entfernt haben, wieder öffnen. Die Gesellschaft muss lernen, die fähigsten Menschen in die Positionen zu heben, die ihr Leben beeinflussen und nicht die Leeren und Lauen. Das dritte Problem, die Leeren und Lauen die an ihren Posten kleben, wird sich dann von selbst erledigen. Denkt mal darüber nach !

Nur das Echte zählt,
lebt es wild und frei,
in Liebe und Achtsamkeit!

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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