Lebe wild und frei, in Liebe und Achtsamkeit.

Erleben versus Verändern

Situationen zu erleben, statt ihnen nur beizuwohnen, oder aus der ferne zu sehen ist toll und bereichert uns. Tiefes Erleben kann dazu führen, dass wir mehr darüber erfahren wollen was uns so beeindruckt. Manchmal beginnt damit ein neuer Weg, einer, durch den sich wirklich etwas verändert. Damit meine ich wirklich verändert, und nicht nur etwas Neues zum Alten hinzukommt.

All zu oft beobachte ich, dass Menschen sich im Erleben verlieren, das Erleben zum Selbstzweck wird. Ob es dabei um Extremsport, Schwitzhütten, Heilkreise, Trommelkreise, Aufstellungen, Rituale und und und geht macht keinen Unterschied, es ist letztlich das Gleiche. Nicht selten wird es unbewusst zur Sucht nach den Botenstoffen, die unsere Gehirn und Körper durch das „Erleben“ ausschüttet.

Nur selten sehe ich, dass sich im Leben der Menschen wirklich etwas verändert, der Weg über bestimmte Erlebnisse hinaus weiter geht, nach dem Erleben das Verstehen kommt, sich der Horizont, dass bewusste Sein erweitert und zu neuem tieferem und bewussterem Erleben führt. Eine Schwitzhütte erleben und sie wirklich verstanden zu haben und damit bewusst zu durchleben, sind zwei komplett unterschiedliche Wahrnehmungsebenen.


Das sich durch Verstehen eines Themas wirklich etwas verändert erkennt man daran, dass sich der Lebensweg desjenigen verändert, altes wegfällt und neues hinzukommt. Veränderungsversuche die dem bisherigen Alltag neues hinzufügen scheitern meist oder sind nicht ernst gemeint. Unser heutiger Alltag ist in der Regel so vollgestopft, dass wir für das Neue, für die Veränderung, erst einmal Raum schaffen müssen. Einfach Neues hinzu packen erhöht den Alltagsdruck nur noch mehr und lässt diesen Versuch meist scheitern.

Erleben das sich zum Verstehen entwickelt, führt fortan zu bewusstem Erleben. Erleben um des Erlebens willen, führt meist zu mehr Erleben und nur selten zu mehr Verstehen. Doch ohne wirkliches Verstehen gibt es kein bewusstes Erleben. Heute reden viele Menschen über Bewusstsein, Bewusstwerdung, Bewusstseinsentwicklung und Ähnliches mehr. Doch auch hier wollen nur wenige wirklich Verstehen wie beispielsweise Bewusstwerdung tatsächlich geschieht, wer und was wir als Mensch und Teil der Schöpfung genau sind, was unser Platz und unsere Aufgabe in diesem Leben und der Schöpfung als Ganzes ist, was Schöpfung überhaupt ist und wie sie verläuft und vieles vieles mehr.

Natürlich kann man sich auch mal treiben lassen, sich eine Auszeit nehmen, regenerieren und einfach mal so sein, das gehört zu diesem Weg dazu, ist Teil davon, doch es ist nicht der Weg selbst. Alles in dieser Schöpfung ist in Bewegung, ist bemüht sich zu erhalten und zu entwickeln. Als Teil der Schöpfung können wir uns da nicht von ausnehmen und glauben für uns gelten andere Regeln. Zwar unterscheiden uns der freie Wille und unsere Reflexionsfähigkeit von unseren Brüdern und Schwester aus dem Reich der Tiere, Pflanzen und Mineralien, doch liegt gerade darin auch unsere Verantwortung und Aufgabe.

Unsere Brüder und Schwestern aus den anderen Reichen sind den evolutionären Treibern in Form der Umwelteinflüsse unterworfen und ganz in Einklang mit den kosmischen Regeln und Gesetzen. Ihre Entscheidungen wie auch ihre Möglichkeiten selbst etwas zu verändern, bewegen sich in genau diesem Rahmen, dass wir Menschen als das „so Sein“ bezeichnen und gerne auch für uns in Anspruch nehmen. Doch verläuft Entwicklung hier durch äußeren Druck und nur sehr langsam, weshalb wir es Evolution nennen.

Auch wir Menschen unterliegen den Umwelteinflüssen, weitaus mehr als unserem Genom, doch nicht nur. Das Entscheidende ist unser freier Wille und unsere Reflexionsfähigkeit. Mit diesen beiden Eigenschaften können wir die kosmischen Regeln und Gesetze verstehen und damit bewusst und zielführend für unsere Entwicklung einsetzen. Das ermöglicht uns weitaus schnellere und größere Entwicklungsschritte zu gehen als unsere anderen Brüder und Schwestern das können und genau darum geht es der Schöpfung bei ihrem „Experiment Mensch“. Das ist unsere Aufgabe, das ist Bewusstwerdung und Menschwerdung, der aufrechte Gang alleine reicht dazu nicht aus.

Von ganzem Herzen wünsche ich mir, dass dieses Experiment der Schöpfung gelingt und wir für uns selbst, wie auch für die Schöpfung als Ganzes, einen besonderen Beitrag der Entwicklung leisten. Mit dem Verstehen und Erleben beginnt es.

Mit herzlichen Grüßen, Norbert Paul

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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