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Rauhnächte und Jahreskreisfeste in Tradition, Brauchtum und Natur

Gerade zu den Rauhnächten kursieren zahlreiche unterschiedliche „Modelle“ und es entstehen interessante Diskussionen und Fragestellungen. Viele Menschen beziehen sich bei ihrem bevorzugten Modell auf irgendwelche Traditionen, auf überliefertes Brauchtum, auf Quellangaben in alten Texten über Kelten, Germanen, usw. Aus meiner Sicht wird dabei eines vergessen, die tatsächlichen Ereignisse in der Natur und Schöpfung.

Unser Vorfahren haben über viele Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende, den Himmel beobachtet. Gerade die Mond- und Sonnenverläufe waren von besonderer Bedeutung für sie, da der Sonnenlauf die Jahreszeiten und die Mondzyklen die vegetativen Zyklen innerhalb derer bestimmt. Das war für nomadisch lebende Menschen ebenso wichtig, wie für die Sesshafte. Es wurde auch früh erkannt, dass Sonnenzyklus und Mondzyklus einen eigenen 19jährigen Zyklus miteinander haben und innerhalb diesem der Mond stets anders zu den Sonnenhochzeiten steht.

Da die Menschen schon immer versuchten die natürlichen Rhythmen und Zyklen um sie herum zu verstehen, fassten sie ihre Beobachtungen in modellhaften Abbildungen zusammen, wie beispielsweise den Jahreskreis. Mit etwas zeitlichem Spielraum nach vorne und hinten leiten seit je her die Sonnenfeste eine Jahreszeit ein. Der zweite Vollmond nach einem Sonnenfest zeigt meist den Höhepunkt der jeweiligen Jahreszeit an. Damit brachten sie ein wenig Ordnung, Übersicht und Berechenbarkeit in ihr Leben.

Je nach Region und Lebensweise der Menschen, hatten Sonnen- und Mondzyklen eine etwas andere Bedeutung. Dadurch entstanden voneinander unterschiedliche Jahresmodelle. Die einen waren mehr mondgebunden, die anderen mehr sonnengebunden und wieder andere eher ausgeglichen.Doch gleich, an welchem Gestirn das jeweilige Jahresmodell festgemacht wurde, es orientierte sich immer an den tatsächlichen Ereignissen in der Natur und Schöpfung.

Dann kam die Christianisierung und mit ihr ein fester, von den natürlichen Ereignissen unabhängiger Kalender. Dieser war das ideale Werkzeug um alle „heidnischen Gebräuche“ von ihrem natürlichen Ursprung zu lösen. Dazu nutzten die christlichen wie auch weltlichen Herrscher die Denkfaulheit der Menschen, ja deren Unwillen bis Unfähigkeit den eigenen Verstand zu bemühen, trefflich für ihre Zwecke. Es war und ist deutlich einfacher, sich die immer gleichen Kalendertermine zu merken, als die stets veränderlichen natürlichen Ereignisse immer wieder neu zu recherchieren. Hinzu kam die Zwangsteilnahme an den christlichen Festtagen, von denen es zeitweise über 168 im Laufe des Jahres gab. Alle heidnischen Hochzeiten natürlichen Ursprungs, waren und sind bis heute massiv mit christlichen Feiertagen um- und überlagert. Für die Menschen der damaligen Zeit wurde es extrem schwierig, ihre alten Feste zu feiern. Diese waren nämlich verboten und jeder verpflichtet an den christlichen Terminen teilzunehmen. Kam man dem nicht nach, gab es Kerker, Pranger und andere Strafmaßnahmen um die Abtrünnigen auf Kurs zu zwingen.

Wo starke heidnische Feste nicht gänzlich unterdrückt werden konnten, wurden sie teilweise assimiliert und in die christliche Liturgie aufgenommen. Dadurch entstand oft ein Gemisch aus ein wenig althergebrachtem und neuem christlichen Ritualgebaren. Von den meisten Menschen wurde das schnell angenommen, da es einfach einfacher war. Die zunehmenden wirtschaftlichen Zwänge und Vorteile Christ zu sein wollen wir an dieser Stelle nicht vergessen. Mit den Jahren und Jahrhunderten wurden dann aus diesen verchristlichten und kalendarisch festgelegten Terminen das was wir heute Traditionen, Brauchtum und Kultur nennen. Die Ursprünge in den natürlichen Ereignissen gingen wie beabsichtigt verloren und das Kalenderjahr nahm an Stelle des Jahreskreises die lebensbestimmende Position ein, die es besonders heute hat.

Genau das möchte ich ändern und orientiere mich wieder an dem echten Geschehen in der Natur und der Schöpfung. Den Kalender benutze ich als hilfreiches Werkzeug der er ist, um mich mit Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort treffen zu können. Mein Leben bestimmt der Jahreskreis.

Natürlich haben Brauchtum und Tradition eine gewisse Kraft. Das ist auch klar, denn über die Jahrhunderte ihres Bestehens, deren Anwendung wie auch den enormen gesellschaftlichen Zwang, hat sich diese aufgebaut und ist in unserem morphogenetischen Feld deutlich präsent. Ich möchte auch niemandem seine Tradition absprechen oder deren Anwendung abreden. Es sollte jedoch klar verstanden sein, dass es sich nur um ein Plagiat handelt, eine absichtliche Täuschung, welche keinen natürlichen Ursprung mehr hat.
Gerade dieser ist mir als naturspiritueller Mensch wichtig und eines hat die Erfahrung der letzten Jahre immerhin gezeigt, je näher ich dem Echten bin, umso mehr stärkt es mich. Um als weiterer Grund zu Feiern herzuhalten, sind die kalendarischen Termine allemal gut.

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Ausführungen für ein wenig mehr Klarheit und Verstehen hinsichtliche der jahreszeitlichen Angaben sorgen.

Mit herzlichen Grüßen, Norbert

Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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