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Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“

Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“

Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“
Wilhelm von Humbold, 1767-1835

Dieses Zitat ist wohl eines der wichtigeren und verbindet uns, ohne es zu wissen, mit sehr alter Weisheit.
Daher wurde es wohl ebenso unbewusst vielfach wiederholt und präzisiert, wie hier von Hans-Friedrich Bergmann (1934-Heute) der sagte:
„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten.“
Scheinbar hat jedoch nur der amerikanischen Philosoph und Schriftsteller George Santayana (1863-1952) die Konsequenz erkannt, die aus der Mißachtung dieses Spruches resultiert. Denn er war es der sagte:
„Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist gezwungen, sie zu wiederholen“
Gehen wir noch weiter zurück. Göthe (1749-1832) hatte schon erkannt, wie wichtig es ist die Vergangenheit zu kennen, um Handlungen und Entscheidungen, welche in der Gegenwart geschehen, verstehen zu können:
„Wer die Vergangenheit eines Menschen nicht kennt, versteht sein Handeln nur schwer.“

Ist es nicht gerade das Privileg der Lebenden, also unser Privileg, aus der Vergangenheit zu lernen, um in der Gegenwart klügere Entscheidungen zu treffen, welche uns selbst, und denen die nach uns folgen, eine bessere Zukunft ermöglichen?

Viele vergessen all zu gerne, dass unter „jenen die nach uns folgen“ auch sie selbst in der einen oder anderen Inkarnation auftauchen werden. Also erweitern Sie Ihren Blick, Ihren Horizont, die Grenzen Ihrer Vorstellungen.
Es ist dieses Privileg der Rückschau, dass uns Menschen, in Verbindung mit unserem freien Willen, die Möglichkeit gibt, ungeahnte Entwicklungssprünge und Transformationen in Einklang mit, aber auch gegen die Schöpfung, zu realisieren. Dieses Privileg in Verbindung mit dem freien Willen kann eine kraftvolle und schöpferische Polarität, wie auch ein vernichtendes Fatal sein, dann nämlich, wenn sie der trennenden und wertenden Dualität zum Opfer fällt.

Schauen wir uns unter diesem Gesichtspunkt die letzten 2500 Jahre an. Zwar haben sich einige Völker auf technischem Gebiet weiter entwickelt, jedoch kaum bis gar nicht auf der menschlichen und schöpfungsrichtigen Ebene. Ganz im Gegenteil, die Trennung von Mensch und Schöpfung, von Mensch und dem Göttlichen, wurde immer größer. Wie sonst kann man die sich ständig wiederholenden Teufelskreise von Krieg, Wiederaufbau, Wachstum, Machtentfaltung, Unterdrückung, Missbrauch, Zusammenbruch und erneutem Krieg, erklären?
In Zentraleuropa hat sich dieser Teufelskreis schon mindestens 15-20 mal gedreht und nichts wurde daraus gelernt. Ganz aktuell stehen wir wieder vor einem „Zusammenbruch“, allerdings in einem nie da gewesenen Umfang, was diese permanente Verweigerung aus der Vergangenheit zu lernen, diesmal so fatal in seinen Auswirkungen werden lässt. Drehten sich die früheren Teufelskreise mehr oder weniger regional, so wurden sie immer größer und umfassten immer mehr Menschen. Mit dem 1. und 2. Weltkrieg wurden letztmals neue Dimensionen erreicht, doch erst der kommende Zusammenbruch wird den Namen Weltkrieg wirklich gerecht werden, denn der wird wirklich global sein. Weder aus der inhaltlichen Wiederholung, noch aus der stetigen Steigerung der Gewalt, wurde bisher etwas gelernt.

Diese Situation ist mit dem Krankheitsverlauf eines Menschen zu vergleichen, ganz nach dem hermetischen Gesetz: Wie im Großen so im Kleinen, wie im Kleinen so im Großen. Handelt ein Mensch gegen sich selbst und die Schöpfung, wird er krank. Die Krankheit ermöglicht es ihm dies zu erkennen und etwas zu ändern. Dadurch wird er wieder gesund und stärker als zuvor. Erkennt er das nicht, wird er immer mehr krank und immer schwerere Erkrankungen mahnen ihn zur Einsicht. Stellt diese sich nicht ein, stirbt der Mensch an diesen Krankheiten.
Stellt sich nun die Frage: Welchen Weg wählt die Menschheit jetzt?

Da wir Menschen den freien Willen haben, können wir uns zu jedem Zeitpunkt neu Entscheiden. Immer mehr Menschen hören den Weckruf ihrer Seele, der sich beispielsweise durch das Aufkommen der großen Sinnfragen äußert. Immer mehr suchen nach Antworten und einem schöpfungsrichtigeren Weg als den bisherigen, Tendenz zunehmend. Dies dann auch umzusetzen, bedeutet oft sich von den derzeit etablierten Lebensmodellen zu entfernen. Das ist zwar nicht ganz einfach und viele scheitern daran, denn das momentane Umfeld möchte einen so behalten wie man ist. Doch jene welche diese Veränderungen auf sich nehmen, werden mit Freiheit, Gesundheit und Erfüllung belohnt.
Allerdings gilt auch hier der oben genannte Spruch „Nur, wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“ und gerade in diesem Bereich, auf diesem neuen Weg, ist er von ganz besonderer Bedeutung!
In vielen esoterischen und spirituellen Bewegungen wird derzeit immer häufiger mit der Wiederbelebung und Anwendung alten Wissens und alter Methoden geworben und auch gearbeitet. Schaut man jedoch etwas genauer hin, so sind diese in ihrer „lebendigen“ Zeit zwar dem richtigen Ziel gefolgt, doch wohl nicht umfassend genug, denn sie konnten die bisherigen Teufelsräder nicht wirklich aufhalten oder aus ihnen aussteigen. Diese alten Techniken und Methoden einfach zu übernehmen und wiederzubeleben bedeutet also auch, die alten Energien von damals, wie auch deren Mangel zu übernehmen und in der Gegenwart erneut zu manifestieren. Aus meiner Sicht ist das nicht besonders klug, denn das zementiert die sich stetig wiederholenden Teufelskreise und zeiht uns in diese alten Energien. Die Vorgehensweise sollte aus meiner Sicht vielmehr die sein, den Kern der ewigen Wahrheit, die in diesen alten Methoden und dem alten Wissen verborgen ist, zu entkernen und der heutigen Zeitqualität anzupassen, sie zu „aktualisieren“. Mit all dem, was man aus der Vergangenheit gelernt hat, kann man den damals „übersehenen“ Mangel vermeiden und in eine kraftvolle und gegenwärtig heilvolle Funktionsweise transferieren. Auf diesem Weg, und aus meiner Sicht nur auf diesem Weg, können wir die Teufelskreise des Stillstandes menschlicher Entwicklung stoppen und wenn nicht gemeinsam, dann zumindest kann einer nach dem anderen aus ihnen aussteigen.

Diese Sichtweise kann auf alle „alten“ Wege, Weisheiten und Methoden übertragen werden. Damit schlagen wir ganz klar die Brücke zu echter alter und ewiger Weisheit, welche in aktualisierter Form uns zum „nächsten Schritt“ verhelfen kann. Die Runen beispielsweise waren vor der Christianisierung kraftvolle energetische Symbole, ja fast Wesenheiten, die für unsere Vorfahren wichtig und hilfreich waren. Zu glauben dass sie immer noch „wie damals sind“ und sich in den Jahrhunderten der Unterdrückung und des Vergessens nicht auch weiter entwickelt haben sollen, ist wohl etwas kurz gedacht. Ganz im Gegenteil, sie wollen sich heute neu zeigen, in ihrer heutigen Kraft und Weisheit und gerade nicht mit alten Interpretationen und Definitionen verdunkelt werden. Sie können für uns heute wieder von Bedeutung sein und uns helfen, vielleicht diesmal weiter zu gehen.
Dass Gleiche ist es mit den alten Göttern und Wesenheiten. Auch sie haben dazu gelernt und sich weiter entwickelt, sind nicht mehr die mit zu viel Macht ausgestatteten Rachsüchtigen und Intriganten, nicht mehr die Selbstgerechten und Naiven, die sie vielleicht einmal waren, oder als die sie dargestellt wurden. Auch sie sind über die Jahrhunderte und Jahrtausende gewachsen und haben sich entwickelt. Als benamte Naturkräfte sind sie für uns nach wie vor ansprechbar und können den direkten Kontakt zur Schöpfung herstellen.
Zwar müssen wir in dieser Hinsicht vieles dazulernen, was die praktische Umsetzung mittels dem heutigen Wissen und den heutigen technischen Möglichkeiten angeht. Den Anteil an ewiger Weisheit müssen wir dabei oft nur erinnern und selten komplett neu erfahren, denn er liegt in uns und ist das Erbe derer, die vor uns waren.
In der germanischen Mythologie hatte Odin die zwei Raben Hugin und Munin als Ratgeber. Hugin symbolisierte die Kraft des intellektuellen Denkens und Munin die Kraft der Reflektion mit der Vergangenheit/Erinnerung. Die oben genannten Zitate sind also nicht „neu“ entstanden, sie sind aufleuchtende Erinnerungen aus einer längst vergangene Zeit. Einer Zeit, in der sehr viel der ewigen Weisheit verborgen liegt. Sie kann uns heute helfen den lange ersehnten größeren nächsten Schritt zu tun, als Mensch und vielleicht sogar als Menschheit.

Schamanische Ökologie und schamanische Ökonomie, also schöpfungsrichtiges Leben und schöpfungsrichtiges Wirtschaften, sind ganz praktische Bereiche, in denen das Lernen aus der Vergangenheit, das daraus resultierende richtige Denken und Entscheiden für das Jetzt, sowie eine darauf aufbauende Zukunft, ganz konkret umgesetzt werden kann.

Das gesamte Universum entwickelt sich ständig weiter, unterliegt einem ewigen Zyklus von Werden, Sein und Vergehen und damit auch alles, was in ihm ist. Entwicklung heißt, aus Altem zu lernen um im Jetzt klügere Entscheidungen zu treffen welche eine bessere Zukunft ermöglichen. Nehmen wir diese Chance doch an und verändern wirklich etwas, diesmal im Einklang mit der Schöpfung, aus der wir entstanden und ein untrennbarer Teil sind. Das alte Wissen und die alten Weisheiten geben uns richtig angewendet die Möglichkeit dies zu schaffen und neue, zeitgemäße und zugleich zukunftweisende Wege in schöpfungsrichtiger Weise zu gehen.

Mit herzlichen Grüßen, Norbert Paul

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Mensch - Schamanismus - Ökologie

Mensch - Schamanismus - Ökologie

Wenn man alles um einen herum als beseelt ansieht, achtet und respektiert man es.


Ist alles um einen herum nur eine Sache, deren Wert sich nach dem Nutzen durch Erwerb und Verkauf definiert, sich das Leben nach mechanistischen Leitlinien richtet, mißachtet und mißbraucht man es.

Diesen zweiten Fall finden wir heute in allen Bereichen, die von Menschen gestaltet werden, selbst in denen, die „soziale“ Betreuung und Pflege gewähren sollen. Selbst da wo „Gutes“ getan werden soll, findet dieser Mißbrauch statt. Die Natur, wie auch Mutter und Vater Erde als Ganzes, werden ausgebeutet bis ihre Ressourcen am Ende sind und dann wird auch noch darüber geklagt. Alle bisherigen Versuche ökologischer zu leben und zu wirtschaften sind bisher fehlgeschlagen. Die einzelnen kleinen Gemeinschaften, welche das bisher umsetzen konnten, sind zwar ein Lichtblick und Beispiel wie es sein könnte, doch im Gesamtbild unbedeutend. Solange sich die grundlegende Einstellung und Sichtweise nicht ändert, wird das auch so bleiben, denn sie bedeutet immer getrennt zu sein vom Ganzen. Da dies jedoch nur in der menschlichen Vorstellungskraft möglich ist, jedoch nicht wirklich, macht diese Art zu leben krank, destruktiv und gewalttätig. Dabei bedeutet Gewalt nicht nur die offensichtliche physische Gewalt. Über die Jahrhunderte sind die Methoden der Gewaltanwendung subtiler geworden und bewegen sich mehr auf der psychischen Ebene. Ein Mensch der sich getrennt fühlt von der Schöpfung ist verängstigt und wer Angst hat, ist in einem der schlimmsten Gefängnisse eingeschlossen die es gibt. So lässt er sich nach belieben fremdbestimmen und baut selbst immer weiter an seinen geistigen Gitterstäben. Er ist leicht zu mißbrauchen und führt bedenkenlos aus, was man von ihm möchte.

Alles um sich als beseelt anzusehen, ist eine tief verankerte Sichtweise in fast allen schamanisch-/ druidischen Traditionen. Gleich ob sibirische Schamanen, nordamerikanische Medizinmänner, hawaiianische Ka-Huna oder die alten druidischen Traditionen hier in Zentraleuropa, alle verbindet im Kern diese Sichtweise, eins mit der Schöpfung zu sein. Das hat seinen guten Grund, denn diese Sichtweise verschafft Heilung, lässt den Zauber der Schöpfung und die Magie des Lebens erkennen und genießen. Schamanisch zu leben, zu denken und zu handeln, ist gleich zu setzen mit einem höchsten Maß an Achtung vor Mutter und Vater Erde und einem ganz selbstverständlichem ökologischem Wirtschaften. Dabei ist die schamanische Sichtweise keineswegs rückwärts gerichtet, sondern ganz klar zukunftsorientiert. Sie bedeutet auch nicht für jeden „zurück in die Höhle oder das Zelt“. Vielmehr bedeutet sie, allem mit Achtung zu begegnen, sinnvoll und verantwortlich mit natürlichen und nachwachsenden Ressourcen umzugehen, sich mit natürlichen Materialien zu kleiden, mit ihnen zu bauen und zu leben. Es bedeutet, mehr mit den natürlichen Rhythmen und Zyklen zu schwingen und den eigenen Platz darin zu finden. Darin liegt Heilung, Lebensqualität, Fortschritt im Sinne der Schöpfung, auch und ganz besonders für die, die nach uns kommen. Wer einmal fein gewebte natürliche Stoffe aus Hanf, Leinen, oder Nessel getragen hat, erfährt ein völlig neues Wohlgefühl. Und wer sich auch nur kurze Zeit in einem Raum aufgehalten hat der ausschließlich mit Holz, Lehm, Natursteinen und anderen natürlichen Materialien sowie nach natürlichen Vorgaben konzipiert und gebaut wurde, der erfährt am eigenen Leibe die durch nichts anderes ersetzbare Lebensqualität eines natürlichen Lebensraums.


Wir verfügen heute über alle technischen Möglichkeiten, eine solche Lebensweise zu unserem eigenen Wohl und zum Wohle des Ganzen umzusetzen. Was fehlt, ist ein wenig mehr der schamanischen Sichtweise um zu einer ganz selbstverständlichen, schamanischen Ökologie sowie mehr Einklang mit der Schöpfung zu gelangen.
Der „Neue Abendländische Schamanismus“ geht diesen Weg, ganz verwurzelt in unserem westlichen Kulturkreis und tief verankert in den regionalen Besonderheiten Zentraleuropas.

Mit herzlichen Grüße, Norbert Paul

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Wer die Vergangenheit nicht kennt, muss die gleichen Fehler stetig wiederholen.

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